„Da Yu bezähmt die Fluten“
Kategorie: Mythologie
Jahr: 2026
Abmessungen: 100x50cm
Medium: Öl auf Leinwand
Das Verdienst von Da Yus Wasserregulierung liegt im „Leiten“ und nicht im „Dämmen“ – dies markiert das früheste Erwachen einer harmonischen Koexistenz zwischen Mensch und Natur. Mit dieser Philosophie des „Kanalisierens und Ableitens“ als gestalterische Seele sucht das Kunstwerk nach einer symbolischen Sprache, die den rein bildhaften Mythos übersteigt.
Im Gemälde windet sich der Yinglong (der antwortende Drache) um Da Yus Hüfte, sodass Drachenkörper und Menschengestalt visuell in einer vollkommenen Einheit von Mensch und Drache verschmelzen. Dies transportiert eine tiefgründige Metapher: Da Yu ist der Drache, und der Drache ist Da Yu – er selbst verkörpert die absolute Kraft, die Berge spaltet und Meere öffnet. Die Gestalt hingegen, die das Leisi (ein antikes Werkzeug zum Graben) ergreift und stolz auf dem Rücken der wellenbrechenden Urzeitschildkröte steht, ist Tushanshi, Da Yus Frau. Sie ist keine passiv Wartende mehr, sondern eine aktive Weggefährtin, die mit der erhabenen Aura einer Erdmutter die irdische Ordnung stabilisiert. Damit bricht das Werk mit der traditionell rein männlich geprägten Heldenperspektive und bringt die beständige, großartige weibliche Kraft hinter diesem Epos eindrucksvoll zum Ausdruck.
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